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Ein digitales Journal aus Berlin

Preußens berühmteste Königin Luise aus heutiger Sicht


Von Manfred Weghenkel

Perfekt in das laufende Jubiläum „250 Jahre Königin Luise“ passend, ist Anfang Oktober eine aktualisierte Neuauflage des hochgelobten, erstmals 2010 erschienenen Buches „Luise – Die Königin und ihre Geschwister“ der preisgekrönten Hamburger Historikerin und Autorin Carolin Philipps erschienen. Am 4. November präsentierte die 72-jährige Verfasserin im angesagten Berliner „Ballhaus Wedding“ ihr Werk bei einer gut besuchten Lesung. Die Location bildete mit ihrem nostalgischen Jugendstil- und Zwanziger-Jahre-Flair eine faszinierende Kulisse. Was nun bietet die neue, überarbeitete Ausgabe 2026 des Buches über die wohl berühmteste preußische Königin den Leser:innen? Gibt es eine erweiterte oder sogar veränderte Sicht auf die legendäre Adelsgestalt?

Die Neuauflage von Carolin Philipps‘ Buch „Luise – Die Königin und ihre Geschwister“ ist eine schöne Gelegenheit, eine der bekanntesten Frauenfiguren der preußischen Geschichte einmal aus einer etwas anderen Perspektive kennenzulernen. Dabei geht es keineswegs nur um die berühmte Königin Luise, sondern um eine außergewöhnliche Familie, deren Lebenswege eng miteinander verwoben waren. „Mir war es sehr wichtig, nicht nur die Geschichte einer berühmten Monarchin, sondern auch die besondere Bedeutung der außergewöhnlichen Geschwistergemeinschaft herauszustellen“, betont die Autorin, der nach intensiven Recherchen und Quellenstudien im In- und Ausland ein beeindruckendes königliches Familienporträt mit überraschenden Einblicken gelang.

Die Historikerin und Autorin während der anderthalbstündigen, kurzweiligen Lesung im Großen Ballsaal

Carolin Philipps macht in der Neuauflage von „Luise – Die Königin und ihre Geschwister“ ein interessantes Stück preußischer Familiengeschichte wieder zugänglich. Königin Luise von Preußen ( 1776–1810), geborene Luise von Mecklenburg-Strelitz und Ehefrau von König Friedrich Wilhelm III.– ihr Name steht bis heute für Schönheit, Anmut und eine gehörige Portion preußischen Geschichtsmythos.

Königin Luise (1801) auf einem Monitor zur Lesung eingeblendet

Über die Frau an der Seite Friedrich Wilhelms III. sind ganze Bibliotheken geschrieben worden. Doch wer kennt eigentlich ihre Geschwister? Dabei spielten gerade sie im Leben der späteren Königin eine wichtige Rolle. Die Autorin Carolin Philipps nimmt in ihrer historischen Biografien genau diesen bislang weniger beachteten Teil der Familiengeschichte in den Blick.

Ein fiktives Gruppenporträt des „sechsblättrigen Kleeblatts“, von KI geschaffen

Im Mittelpunkt steht das sogenannte „sechsblättrige Kleeblatt“: Luise und ihre drei Schwestern Charlotte, Therese und Friederike sowie die Brüder Georg und Carl. Trotz unterschiedlicher Lebenswege und räumlicher Trennung blieben sie zeitlebens eng miteinander verbunden. Das ist durchaus spannender Stoff. Denn die Geschwister lebten in einer Zeit gewaltiger Umbrüche. Die Französische Revolution, Napoleons Aufstieg und die politischen Veränderungen in Europa wirbelten nicht nur die Landkarte, sondern auch die persönlichen Lebensverhältnisse der adeligen Familien durcheinander.

Auch dieses fiktive Gruppenbild „Luise und ihre Geschwister“ wurde von KI generiert

Aus den Kindern des Hauses Mecklenburg-Strelitz wurden Königinnen, Fürstinnen, Herzöge und politische Persönlichkeiten. Ihre Wege führten sie quer durch Europa. Besonders reizvoll ist dabei der Blick hinter die höfischen Kulissen. Hier geht es nicht allein um Titel, Dynastien und politische Verbindungen, sondern auch um familiäre Nähe, persönliche Schicksale, Zusammenhalt und gelegentliche Spannungen. Briefe wurden zu wichtigen Lebenszeichen, wenn die Geschwister über Monate hinweg voneinander getrennt waren. Carolin Philipps verbindet die einzelnen Lebensgeschichten zu einem großen Familienporträt. Das macht das Buch zu mehr als einer weiteren Biografie der populären Königin. Es eröffnet einen anderen Zugang zur preußischen Geschichte und zeigt, wie sehr auch die Menschen hinter den historischen Rollen von ihren familiären Beziehungen geprägt wurden. Auf 456 Seiten bietet es reichlich Lesestoff für alle, die sich für preußische Geschichte, das europäische Fürstenhaus und die weniger bekannten Geschichten hinter den großen historischen Namen interessieren.

Wer bei Königin Luise nur an das berühmte Porträt einer schönen preußischen Monarchin denkt, dürfte hier einige interessante Entdeckungen machen. Denn manchmal erzählt die Geschichte einer Familie sogar mehr als die Biografie ihrer berühmtesten Persönlichkeit. Ein lesenswerter Blick auf sechs Lebenswege, die trotz aller Unterschiede durch ein bemerkenswertes familiäres Band verbunden blieben.

Eine attraktive Kultur- und Veranstaltungslocation in Berlin – das heimelige historische Ballhaus Wedding

Hochinteressant und spannend bleibt natürlich die Frage, wie die Autorin aus heutiger Sicht die legendäre Preußen-Königin sieht und bewertet. Bleibt sie die ewige Ikone auf dem Sockel? Oder kann man von einer gewissen Entzauberung des Luise-Mythos sprechen? Die allseits beliebte „Königin der Herzen“ erscheint nicht als marmorne Nationalheilige, sondern als Schwester, Tochter, Ehefrau und Mutter. Grundlage sind zahlreiche Briefe, die einen überraschend persönlichen Zugang eröffnen. Dort wird eine Frau sichtbar, die nicht nur bewundert wurde, sondern auch zweifelte, litt, hoffte und sich nach Nähe sehnte. Hier gelingt Philipps durchaus eine wohltuende Korrektur des gängigen Luise-Mythos.

Stilistisch bewegt sich das Buch angenehm zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und erzählerischer Leichtigkeit. Philipps verliert sich nicht in akademischer Gelehrsamkeit, sondern versteht es, historische Zusammenhänge verständlich und lebendig zu vermitteln. Das zeigte sich auch bei der kürzlichen mit Beifall des Publikums bedachten Buchlesung in Berlin.

Text und Fotos (4): Manfred Weghenkel

Buchdaten zur Neuauflage * Autorin: Carolin Philipps * Verlag: JuChar publishing * Erscheinungstermin: 1. Oktober 2026 * Umfang: 456 Seiten * ISBN: 978-3-9824715-7-0 Die Neuauflage ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung des ursprünglich 2010 bei Piper erschienenen Buches. Verfügbar als gedrucktes Taschenbuch / Hardcover und als E-Book

Bühne frei für den Bustourismus: Zwei Premieren an einem Tag

Von Manfred Weghenkel

Mit der ersten bdo-Tourismus-Werkstatt und der Premiere der Auszeichnung „Top Bus Destination 2026“ hat die Busreisebranche am 6. Oktober in Berlin neue Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, neue touristische Kooperationen und die Frage, was ein Reiseziel für Busunternehmen und ihre Gäste besonders attraktiv macht. Der Reisebus ist ein Klassiker des Tourismus. Als veritabler Wirtschaftsfaktor generiert der Bustourismus einen jährlichen Bruttoumsatz von 14,5 Milliarden Euro. Er bringt Urlauber und Touristen sicher, komfortabel, flexibel und umweltfreundlich zu historischen Städten, berühmten Sehenswürdigkeiten, kulturellen Veranstaltungen und großen Erlebniswelten.

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Zwischen Villenglanz und Zeitgeschichte: Ein Buch-Trip nach Schwanenwerder

Von Manfred Weghenkel

Es gibt Orte in Berlin, die kennt eigentlich jeder – und kennt sie doch nicht wirklich. Schwanenwerder gehört ganz sicher dazu. Man fährt am Wannsee entlang, sieht die kleine Brücke, vielleicht ein paar Villen hinter Bäumen und Mauern, und fragt sich unwillkürlich: Was spielt sich eigentlich dahinter ab? Frank Schüttig hat sich genau dieser Frage angenommen. Sein neues Buch „Schwanenwerder – Trauminsel am Wannsee“ führt auf eine kleine Insel, die auf den ersten Blick vor allem idyllisch wirkt, bei näherem Hinsehen aber ein erstaunlich dichtes Stück Berliner Geschichte erzählt. Es geht um Geld und gesellschaftlichen Aufstieg, um großbürgerliche Lebenswelten, jüdische Schicksale, NS-Regime und Nachkriegszeit – und natürlich um die berühmten Bewohner, die Schwanenwerder über Jahrzehnte zu einem besonderen Berliner Mythos gemacht haben.

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The Gate Garden Hotel: Eine grüne Oase mitten in Berlin

Von Manfred Weghenkel

Roseneibisch, Chrysantheme, Goldrute, Mandarinenrose, Oleander: Wunderschöne Blüten erfreuen das Auge. Auch exotisch anmutender Bambus und eine prächtige Efeuwand gehören dazu. Sind wir in einem Botanischen Garten oder gepflegten Park? Nein, dieser Anblick erwartet uns jetzt im September, wenn wir in den gärtnerisch überaus ansprechend gestalteten Innenhof des Berliner City-Hotels „Gate Garden“ kommen. Diese ruhige „grüne Oase“ inmitten der turbulenten Großstadt ist das Highlight des 4-Sterne-Boutique-Hauses „The Gate Garden Hotel“ in der Invalidenstraße 122. Eine echte Überraschung! Welche weiteren Annehmlichkeiten diese noble Herberge so bietet – davon konnten sich unlängst 10 Reise- und Gastronomiejournalisten vom Team „Hotelpoint International“ vor Ort überzeugen.

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Großartige Kleinkunst im BEATHOVEN-Sound

Von Manfred Weghenkel

Was passiert, wenn das Musik-Genie Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) heute auf Beat, Artistik und Comedy trifft? Die Antwort gibt seit dem 4. und 5. September die neue Show „BEATHOVEN – Beat für Elise“ im Berliner „Pfefferberg Theater“ am Prenzlauer Berg. Das Konzept ist ungewöhnlich: Nicht ein Orchester und ein Pianist stehen im Mittelpunkt, sondern drei vielseitige Berliner Artisten, die Musik und Körperkunst zu einem modernen Bühnenerlebnis gestalten. Adrian de Greef verbindet Cello und Diabolo, Robert Best bringt Handstandartistik und Comedy zusammen, während Dustin Waree auf dem Einrad, mit Gesang und Loopstation für die musikalische Energie sorgt. Damit treffen gleich mehrere Welten aufeinander: klassische Musik, moderne Beats, Neuer Zirkus und Comedy.

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Nach immerhin 66 Jahren – wieder ein klasse Klassentreffen an Saale und Unstrut

Von Manfred Weghenkel

Lang, lang ist’s her. Damals im September 1960 lernten wir uns kennen als frisch immatrikulierte Studenten der seinerzeitigen Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zwei Jahre später gingen wir mit dem Abitur in der Tasche auseinander, um ein Hochschulstudium aufzunehmen. Danach das Berufsleben vorwiegend in der Technik – bei jedem etwas anders. Viele Kontakte blieben bestehen und haben bis heute über mehr als sechs Jahrzehnte gehalten. Wow! Auch wenn einige der Kommilitonen leider nicht mehr leben, so etwas wie das Fähnlein der (mehr als) sieben Aufrechten ist geblieben. Nach immerhin rund 66 Jahren seit Beginn unserer Bekanntschaft, ja Freundschaft trafen sich vom 19. bis 21. Mai 2026 acht von ihnen mit Partnerinnen in der schönen Saale-Unstrut-Weinbauregion zum schon traditionellen ABF-Klassentreffen. Diesmal mit 17 Teilnehmer:innen. Was gab es dabei zu sehen und zu erleben?

Fantastischer Anblick: das Städtchen Freyburg mit Rathaus, Marienkirche und Neuenburg

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Sommerliche „Donau“-Kreuzfahrt zwischen Metropole und Mark

Von Manfred Weghenkel

Nun ja, wenn von einer Donau-Kreuzfahrt die Rede ist, denkt man gemeinhin an die beliebten Mehrländer-Schiffsreisen auf Europas zweitgrößtem Strom, der Donau. Hier geht es allerdings um eine wunderschöne Tagestour mit dem Fahrgastschiff „Donau“ der Reederei Kutzker von Berlin-Köpenick nach Grünheide (Mark) und zurück. Es ist die in der Eiszeit entstandene faszinierende Wald- und Wasserlandschaft südöstlich von Berlin, bekannt für ihre zahlreichen Seen, Kanäle und Hügel sowie ihre gepflegten Ansiedlungen und Grundstücke in Sichtweite der Ausflugsschiffe. Eine solche informativ-erlebnisreiche Rundreise mit dem MS „Donau“ unternahmen am 1. August mehr als 30 Reisejournalisten der Vereinigung CTOUR und ihre Gäste. Beim in Berlin beheimateten Club der Tourismusjournalisten haben solche Sommertouren bereits seit längerem Tradition. Was gab es diesmal zu sehen und zu erleben?

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Nahe Potsdamer Platz: Frischer Lifestyle im alten Posthouse

Von Manfred Weghenkel

Unweit des Potsdamer Platzes, gleich neben der S-Bahnstation Anhalter Bahnhof und der ikonischen Event-Arena Tempodrom mit den markanten zeltartigen Dachspitzen, erhebt sich eine weitere architektonische Perle: das Hotel „The Posthouse Berlin Potsdamer Platz“. Das verkehrsgünstig im Herzen der Hauptstadt gelegene eindrucksvolle Gebäude aus den 1930er Jahren mit der denkmalgeschützten beigefarbigen Klinkerfassade ist heute ein Top-Anziehungspunkt für nach Berlin kommende Touristen und Geschäftsreisende. Was diese noble Herberge der „Leonardo Limited Edition“ auf 4-Sterne-Level ihren Gästen so bietet, das erkundeten kürzlich neun Reisejournalisten vom Team „Hotelpoint International“ vor Ort.

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Zwischen Erdbeer-Döner, Eiswelt und Bibi & Tina-Freizeitpark


Von Manfred Weghenkel

Schon beim Abbiegen mit dem Auto von der B5 oder beim Aussteigen aus dem vom Bahnhof Elstal kommenden Bus weht einem der vertraute Duft von Erdbeermarmelade und warmem Waffelteig entgegen. Doch diesmal mischt sich etwas Neues hinein: der würzig-fruchtige Geruch des Erdbeer-Döners, der als kulinarische Attraktion seit Frühjahr 2025 in Karls Erlebnis-Dorf Elstal angeboten wird. Erfunden hat ihn Karls-Inhaber Robert Dahl, wobei die Idee aus einem Aprilscherz entstanden sein soll. Nun gibt es dort gleich einen ganzen Erdbeer-Döner-Themenbereich samt riesigem Fahrgeschäft – eine überdimensionale Gabel, die einen Döner aufspießt und Besucher durch die Luft wirbelt. Gleich nebenan lockt die schon länger vorhandene, ebenfalls riesige Kartoffelsack-Rutsche. Was ist hier noch so alles zu erleben?

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Wie die Busbranche weiter in Richtung Zukunft rollt

Von Manfred Weghenkel

Über 53 Milliarden Fahrgäste benutzten, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder in seiner Rede hervorhob, voriges Jahr den Omnibus im öffentlichen Nahverkehr. Hinzu kamen zehntausende Bus-Reisende im Fernverkehr und in der Touristik. Diese Zahlen zeigen den beträchtlichen Stellenwert der Busbranche im Verkehrswesen und in der Gesellschaft. Der vorwiegend mittelständisch geprägte Mobilitätszweig mit rund 3.000 Betrieben durchlebt gerade eine weitere wichtige Transformation in Richtung Zukunft. Das wurde auf der Fachmesse BUS2BUS 2026 deutlich, die am 15. und 16. April überaus erfolgreich in Berlin stattfand. Wie lief sie mit welchen Ergebnissen ab?

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